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Der Unterschied zwischen einem Rasentrimmer und einer Motorsense

Vergleicht man einen Rasentrimmer mit einer Motorsense, so fallen gleich mehrere Aspekte ins Auge, die das eine vom anderen Gerät unterscheiden.

Der Rasentrimmer ist ein gern gesehenes Gerät im Hobbygärtnerbereich, das sowohl mit Akku, elektrisch oder benzinbetrieben sein kann. So unterschiedlich die Antriebsarten sind, wenngleich sich diese doch auch hinsichtlich ihrer Power unterscheiden, so sehr ist mit Blick auf die Leistung doch ein Unterschied zwischen Motorsense und Rasentrimmer spürbar. Generell sind Rasentrimmer wie geschaffen, um kleine oder schmale Bereiche im heimischen Garten zu stutzen, zu kürzen und mit viel Liebe zum Detail in Form zu bringen. Geht es allerdings darum, größere Flächen, zum Beispiel auch auf gewerblicher Ebene zu bearbeiten, dann bietet sich die Motorsense vielmehr an. Alles in allem ist die Motorsense um ein Vielfaches leistungsstärker, als ein Rasentrimmer.

Dafür jedoch mangelt es ihr an Präzision. Würde man einen mit hölzernen Gewächsen überwuchertes Areal bearbeiten und dabei einen herkömmlichen Trimmer zum Einsatz bringen wollen, dann stünde man recht schnell vor einem nicht unerheblichen Problem.

Anders hingegen die Motorsense: sie ist in der Lage, selbst größere Herausforderungen schnell und effizient zu meistern. Dass man dabei trotzdem nicht immer eine herausragende Perfektion hinsichtlich der Resultate erwarten kann, nehmen viele Nutzer in Kauf. Ein Hobbygärtner, der eine Motorsense für seine Zwecke verwenden wollte, wäre allerdings mit den Ergebnissen weniger zufrieden, da die Genauigkeit in Anbetracht der speziellen Technologie und des äußerst hohen Leistungsvermögens mitunter auf der Strecke bleiben könnte.

Wissenswert ist, dass eine Motorsense mit Blick auf den erforderlichen höheren Kraftaufwand zumeist mit einem Zwei- oder Viertaktmotor ausgestattet ist, den Sie einfach mit einer Benzinmischung befüllen können. Während Sie den Rasentrimmer oftmals mit beiden Händen festhalten und mit nur einem Knopf- oder Hebeldruck bedienen können – und zwar gleichzeitig – ist das bei der Motorsense nicht ohne Weiteres möglich. Das meist benzinbetriebene Gerät verfügt in aller Regel über einfache Einhand-Bügelgriffe, sodass schon eine gewisse Übung erforderlich ist, um mit dem Produkt überhaupt zurechtzukommen.

Ganz gleich, ob es um die Entfernung von Unkraut, die Bearbeitung schwer zugänglicher, stark bewachsener Stellen, um das Trimmen von Rasenkanten oder um den Beschnitt von Gras geht: mit einer Motorsense ist alles möglich. Dahingegen bietet der Rasentrimmer lediglich die Option, Grashalme zu stutzen bzw. Rasenkanten adäquat zu bearbeiten. Gesetzt den Fall, dass es darüber hinaus dickeres Geäst oder hartnäckiges Gewächs zu bearbeiten gälte, dann würde der Rasentrimmer relativ rasch „einknicken“.

Und nicht nur das: die Schnittwerkzeuge – egal, ob Faden oder Schneidmesser – sind üblicherweise nur so ausgelegt, dass Sie vornehmlich weiche Gräser oder holzfreie Gewächse beschneiden können.

Sofern aus Versehen Steinchen oder Holzstückchen in die Schneidwerkzeuge geraten, besteht die Gefahr, dass diese rasch verschleißen, verbiegen oder sogar brechen. Eben dies kann mit fatalen Konsequenzen verbunden sein, da Messerteile oder Fadenstücke durch die heftigen Rotationen des Schneidwerkes für beträchtliche Verletzungen verantwortlich sein könnten. Es ist deshalb unerlässlich, mit Sorgfalt zu Werke zu gehen und sinnvollerweise auch einen Augen- und Handschutz zu verwenden.

Jedes Gerät hat individuelle Vorzüge

am Wiesenrand trimmenKlassische Merkmale der Motorsense sind die Leistungsstärke von durchschnittlich etwa ein bis 3 PS und das einfach funktionierende AV-System. Dieses jedoch ist in erster Linie bei besonders hochwertigen und damit vergleichsweise teuren Geräten zu finden. Die im Gerät vorhandene Antriebswelle zeichnet sich durch ihre Funktionalität und die hohe Flexibilität aus. Die Handhabung ist, anders als bei der „guten, alten“ manuell zu bedienenden Sense, denkbar einfach, denn es muss lediglich ein Knopf gedrückt oder ein Hebel betätigt werden. Des Weiteren müssen Sie die Sense im richtigen Winkel zu den jeweils zu beschneidenden Gewächsen oder Grashalmen halten, um beste Ergebnisse zu erzielen. Grundsätzlich schneidet eine Motorsense so gut wie alles ab, was ihr zwischen die Schneidwerkzeuge gerät. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um Gehölze, Steine oder sonstige Dinge handelt. Im Gegensatz zu einem Rasentrimmer, der unter diesen Voraussetzungen schon nach kurzer Zeit den Geist aufgeben würde, weil der Faden reißt oder weil das Messer beschädigt wird, ist das bei der Motorsense ein bisschen anders. Und genau das macht dieses Gerät in der Landwirtschaft sowie auf gewerblicher Ebene so wertvoll.

Klein, handlich und kompakt

Die kompakte, vergleichsweise leichtgewichtige Beschaffenheit des Rasentrimmers ist es, die Produkte dieser Kategorie im heimischen Garten nahezu unverzichtbar macht. Die Verwendung des Trimmers ist buchstäblich kinderleicht. So muss man den Trimmer einfach aus der Garage holen, einen Knopf betätigen und die Schneidvorrichtung oder den Fadenkopf an die Grashalme halten. Das Besondere am Rasentrimmer ist die zuverlässige und sehr genaue Arbeitsweise, sodass es mit diesem Gerät sogar ein Leichtes ist, einen Englischen Rasen zu pflegen bzw. zu erhalten.

Je nachdem, ob man es mit einem Rasentrimmer zu tun hat, der mit Benzin angetrieben wird oder ob ein kabelloses Gerät verwendet wird: der Geräuschpegel ist beträchtlich.

Wenn Sie sich allerdings am Markt umschauen, dann fällt auf, dass es mittlerweile eine Reihe namhafter Geräte gibt, die sich durch ihre verhältnismäßig geringe Lärmentwicklung auszeichnen. Und auch in diesem Punkt unterscheidet sich die Motorsense in beträchtlichem Maße von dem Rasentrimmer. Selbst ein benzinbetriebener Trimmer arbeitet nicht ganz so geräuschintensiv, wie es bei einer Motorsense der Fall ist.

Unterschiedliche Features, höheres Leistungsportfolio

Im Gegensatz zum Rasentrimmer ist eine Motorsense zwar ebenfalls für die leichteren Beschnitt-Arbeiten ausgelegt, jedoch gelingt es ohne Weiteres, auch hölzerne Gewächse, wie zum Beispiel Efeu, Himbeeren und Co. zu beschneiden, sodass ihre Äste nicht über die Kante des Rasens hinweg ranken. Wer sich noch bessere Ergebnisse wünscht und wer noch gröbere Schneidearbeiten durchzuführen hat, der ist mit einem Freischneider gut beraten. Die Schneidwerkzeuge sind hierbei äußerst solide, sodass kleine und größere Holzstückchen so gut wie kein Hindernis darstellen. Diese Anforderungen könnte ein gewöhnlicher Rasentrimmer sicherlich nicht erfüllen. Übrigens schadet es nicht, sich beim Kauf einer Motorsense für ein Gerät zu entscheiden, das mit einem speziellen Halte- oder Tragegurt bestückt ist. Dieses bietet nämlich den Vorteil, dass Sie das Gerät lässig über die Schultern drapieren und somit beim Schneiden weitaus weniger Kraft aufbringen müssen. Sicherlich gibt es mittlerweile sogar etliche Rasentrimmer, die mit einem Tragegurt ausgestattet sind. 

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