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Rasenschere: eine Alternative?

Nahaunahme, Mann mit RasentrimmerWas ein wahrer Gartenfreund ist, der ist buchstäblich mit Leib und Seele bei der Sache, wenn es darum geht, den heimischen Garten bzw. den Rasen präzise zu bearbeiten. Dabei stehen ihm unterschiedliche Werkzeuge zur Auswahl, zum Beispiel mit Blick auf das Beschneiden der Rasenflächen. Nach dem Mähen bzw. nach dem Einsatz des Rasenmähers stehen insbesondere an den Kanten noch Grashalme hoch, es sind noch Blumenreste oder Unkraut erkennbar, und überhaupt sehen die Ränder oftmals noch sehr ungepflegt aus, während die gesamte Grünfläche bereits in sattgrünem, gleichmäßigem „Glanz“ erstrahlt. Dabei stellt sich nun mitunter die Frage, welches Gerät mehr Sinn macht: der Rasentrimmer oder doch lieber die „gute, alte“ Rasenschere. Beide Varianten bieten ihrerseits etliche Vorzüge, sodass es letztlich auf die individuellen Wünsche und Vorstellungen des Hobbybotanikers selbst ankommt.

Es kommt stets auf die Größe an

Sicherlich hängt der Einsatz des jeweils passenden Gerätes in erster Linie auch davon ab, wie groß das zu bearbeitende Areal grundsätzlich ist. Mehrere zig Quadratmeter ließen sich wohl eher mit dem praktischen Rasentrimmer stutzen, da Sie auf diese Weise Zeit und wertvolle Kraft sparen. Theoretisch. Denn in der Realität sieht das Ganze häufig anders aus. Wer sich höchste Präzision wünscht und vielleicht sogar bestrebt ist, einen Englischen Garten heran zu züchten, der scheut sich gewiss auch nicht davor, die Arbeit mit einer kleinen Rasen- oder Gartenschere zu bewerkstelligen. Ganz im Gegenteil, denn Erfahrungsberichten zufolge fühlen sich viele enthusiastische Botaniker buchstäblich eins mit ihrem Rasen, wenn sie ihn mit äußerster Sorgfalt und mit viel Liebe zum Detail mit der Gartenschere beschneiden können. Diese Tätigkeit mit einem elektrischen oder mit einem akku- oder betriebenen Rasentrimmer bewerkstelligen zu müssen, wäre zwar in dem Fall erheblich schneller und auch effektiver. Jedoch kommt es den Fans des Englischen Gartens wohl doch eher nicht auf die Schnelligkeit an. Es ist somit eine Art Lebensgefühl, mit derartiger Sorgfalt und Zuwendung die Rasenfläche allein mit der Gartenschere zu bearbeiten. Generell bietet es sich an, selbst für den „normalen“ Hobbygärtner, bei kleineren Flächen die Gartenschere zu verwenden.

In vielen Gärten verhält es sich so, dass sich innerhalb der Grünflächen rundliche oder eckige Aussparungen oder Beete befinden, in denen ein Baum, das Gartenhäuschen oder Gemüse- bzw. Obstbeete angepflanzt sind. Somit gilt es folglich, nicht nur den äußeren Rand des Rasens zu beschneiden, sondern auch die Ränder der Beete innerhalb der Grünfläche. Hierbei ist zumeist eine ganz besondere Sorgfalt erforderlich, da – je nach Beschaffenheit der Beete – auch mal empfindliche Pflänzchen oder Halme über die Rasenfläche ragen könnten. Würde man sich hierbei pauschal für die Verwendung eines Rasentrimmers entscheiden, liefe man Gefahr, dass die mit viel Liebe herangezogenen Pflänzchen leicht beschädigt werden. Überhaupt geht es viel leichter, kleinere oder besonders schmale Beetumrandungen mit einer Rasenschere zu bearbeiten.

Der Vorteil gegenüber dem Rasentrimmer liegt klar auf der Hand: Sie können, ganz nach Lust und Laune, auch einzelne Halme, überstehende, abgestorbene Blüten oder Pflanzen sowie alleinstehendes Unkraut mit Leichtigkeit beseitigen. Käme in diesen schwer zugänglichen Bereichen der Rasentrimmer zum Einsatz, wäre die schöne Gartenpracht, zumindest im jeweils bearbeiteten Segment, schnell dahin.

Das Leistungs- und Funktionsportfolio eines Rasentrimmers ist ausgesprochen hoch. Sie können demgemäß buchstäblich einfach auf Knopfdruck den Beschnitt von Rasenkanten oder bestimmten Beetpflanzen, bei denen dies erforderlich ist, beschneiden oder auf die gewünschte Länge bringen. Sicherlich ist der Geräuschpegel im Zuge dessen mitunter ausgesprochen hoch, aber wenn es schnell gehen soll und wenn Sie gerade nur wenig Zeit haben, dann bietet sich die Verwendung des elektrischen oder benzinbetriebenen Gerätes geradezu an. Wenn Sie die Lärmentwicklung hingegen auf ein Mindestmaß reduzieren möchten, können Sie stattdessen auf einen Akkutrimmer zurückgreifen, denn die kabellosen Geräte sind überaus leise. Würden Sie stattdessen eine klassische Rasen- oder Gartenschere verwenden, so wäre rein gar nichts zu hören. Kein Motorengeräusch oder -surren weit und breit. Nur das leise Schnippschnapp der Schere. Dies wiederum bietet den entscheidenden Vorteil – insbesondere, wenn Sie in dicht besiedelten Wohnanlagen oder Schrebergärten leben – dass sich keiner Ihrer Nachbarn gestört fühlt. Darüber hinaus müssen Sie sich folglich auch nicht an die geltenden Lärmschutzgesetze halten. Theoretisch könnten Sie mit der Rasenschere folglich sowohl früh am Morgen, als auch spät am Abend zu Werke gehen.

 

Mit Sorgfalt zu Werke gehen

graues Shirt, RasentrimmerWenn Sie sich nicht entscheiden können, ob Sie den Rasentrimmer oder die Gartenschere zum Stutzen der Rasenkantenverwenden, dann haben Sie sogar die Option, beide Geräte in Kombination zu benutzen. Sofern es die örtlichen Gegebenheiten zulassen, gehen Sie zunächst mit dem Rasentrimmer zu Werke, um die gröbsten Schneidearbeiten mit höherem Tempo vorzunehmen. In schwerer zugänglichen Bereichen arbeiten Sie kurzerhand mit der Rasenschere nach. Dies können Sie im Übrigen auch dann tun, wenn Sie nur einzelne Pflänzchen abschneiden oder vergessene Grashalme entfernen möchten.

Insofern darf man mit Fug und Recht behaupten, dass sowohl der Rasentrimmer, als auch die Rasenschere unverzichtbare Begleiter im heimischen Garten sind. Darüber hinaus empfehlen wir die Verwendung der Rasenschere auch mit Blick auf das Beschneiden hochgewachsener Pflanzen 

oder Sträucher. Stellen Sie sich doch nur einmal vor, wie leicht es mit einer handlichen Gartenschere ist, aus Ihrem geliebten Rosenstrauch oder aus den Obststräuchern oder -bäumen vereinzelte Äste oder Zweige zu entfernen. Diese Tätigkeit mit einem Rasentrimmer durchzuführen, wäre nicht nur äußerst schwierig, sondern noch dazu ein echtes Sicherheitsrisiko. Vergessen Sie nicht, dass der mit hohem Tempo umher wirbelnde Faden oder das Schneidwerkzeug bei Kontakt mit dickeren Zweigen oder Ästen rasch abbrechen oder splittern würden. Und nicht nur das: die rotierenden Schneidwerkzeuge bieten ein erhebliches Sicherheitsrisiko.

Daraus ergibt sich im Übrigen ein weiterer Vorteil der Rasenschere: Wenn Sie diese verwenden – ganz gleich, für welchen Zweck – dann ist es mitnichten erforderlich, einen Augen-, Gehör- oder Handschutz zu tragen.

Eben dies sollten vor allem ungeübte Nutzer des Rasentrimmers möglichst tun. Schließlich soll nicht nur der Rasen möglichst vorzeigbar erscheinen, sondern Sie wollen ebenfalls sicher gehen, dass Sie auch nach dem Arbeiten noch im Besitz Ihrer Gliedmaßen sind.

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