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Bestandteile einer Heckenschere und ihre Funktionen

Ein eigener Garten ist herrlich, im Sommer wie im Winter. Entspannende Sonnenbäder im Liegestuhl, gemütliche Grillfeste mit Freunden, Familie und Nachbarn oder chillen in der Hängematte – es ist immer ein Highlight! Selbst im Winter, wenn Äste und Zweige frostbehangen sind, kehrt man gerne dort ein.

Aber auch wenn die Natur uns viele schöne Pflanzen und Bäume bereithält – von alleine wachsen sie nicht perfekt. Würde man ihnen völlig freien Lauf lassen, wäre der schöne Garten recht bald verwildert. Ihn regelmäßig in Form zu bringen, ist also Pflicht. Zu diesem Zweck kann natürlich ein Gärtner angeheuert werden, oder es wird sich einfach selbst gekümmert. So oder so; Bäume und Hecken sollten regelmäßig zurückgeschnitten werden.

Messer oder normale Scheren eignen sich für diese Aufgabe natürlich nicht. Das beste Werkzeug hierfür ist die Heckenschere.

Was unterscheidet eine Heckenschere von einer herkömmlichen Schere?

Rein von ihrer Optik her ähnelt die manuelle Heckenschere einer gewöhnlichen Schere. Die speziell geformten Griffe für Daumen und Zeigefinger fehlen allerdings – die beiden Griffe einer Heckenschere verlaufen einfach parallel zueinander.

Heckenscheren werden auch anders gehalten; mit der linken Hand wird der linke Griff umklammert und mit der rechten Hand der rechte. Während des Schneidevorganges wird die Heckenschere mit kräftigen Bewegungen immer wieder geöffnet und verschlossen.

Wie ist sie aufgebaut?

Prinzipiell ist eine Heckenschere sehr robust; schließlich schneidet man damit kein Papier, sondern kräftige Äste und Zweige.

Es gibt 4 Arten von Heckenscheren:

1. Die mechanische Heckenschere

Fiskars SingleStep HeckenschereDiese Modelle werden manuell und allein durch unsere Muskelkraft betrieben und sind daher sehr geräuscharm.

Mit einer manuellen Heckenschere gelingen präzise Feinschnitte wesentlich besser, als mit den mechanischen Fabrikaten. Der Aufbau ist simpel, die Hebelwirkung aber enorm.

Auch der deutlich geringere Kostenfaktor spricht für eine solche Schere.

Teleskop-Griff:

Mittlerweile sind manuelle Heckenscheren fast durchweg (serienmäßig) mit einem ausziehbaren Teleskopgriff ausgestattet. Durch ihn hat man als Anwender eine deutlich größere Reichweite.

Klinge mit Wellenschliff:

Diese scharfe Klinge sorgt dafür, dass präzise Formschnitte überhaupt möglich sind. Das Klingenspiel ist je nach Bedarf individuell einstellbar und funktioniert sauber und effizient. Hierfür wird in der Regel hochwertiges Carbon-Stahl verwendet, weil es korrosionsbeständig ist und daher nicht rostet.

Absorbierender Stoßfänger:

Beim Umgang mit dieser Heckenschere sind heftige Vibrationen vorprogrammiert, da sie ausschließlich mithilfe der Muskelkraft betrieben wird. Müdigkeitsgefühle der Arme, Schultern und Hände bleiben da nicht aus. Genau an dieser Stelle kommt dieser Stoßfänger ins Spiel; die integrierten Anschlagpuffer dämpfen die Stöße erheblich ab und die Vibrationen sind kaum mehr spürbar.

Softgrip-Griffe:

Auch sie schützen vor jeglichem Kribbeln in Armen, Schultern und Händen.

Sie sind ergonomisch angerichtet und außerdem rutschfest. Dadurch gestaltet sich das Arbeiten mit diesem Werkzeug zum einen wesentlich angenehmer und zum anderen deutlich sicherer, denn Abrutschen geht gar nicht so leicht.

Historie der mechanischen Heckenschere

Inzwischen gibt es sie bereits seit einigen Jahrhunderten. Natürlich hat sich im Verlaufe dieser Zeit ihr Aufbau stets geändert. So waren Heckenscheren noch vor einigen Jahren grundsätzlich mit Holzgriffen ausgestattet. Da man aber allmählich weiß, dass ein niedrigeres Gewicht bei einem solchen Werkzeug förderlicher ist, fand ein Wechsel zu einem leichteren Material statt; dem Kunststoff.

Modelle mit Holzgriffen sind aber noch immer zu haben und qualitativ gibt es zwischen Holz und Kunststoff keinen Unterschied – vom Gewicht mal abgesehen. Es muss also jeder für sich entscheiden, was er bevorzugt!

2. Die elektrische Heckenschere

Black+Decker Elektro-HeckenschereEignet sich die mechanische Heckenschere vorrangig für kleinere Flächen, liegen wir mit dieser Elektro-betriebenen Variante bei mittelgroßen bis großen Flächen goldrichtig. Man nennt solche elektrischen Scheren auch Strauchschere, elektrische Gartenschere oder elektrische Heckenschere.

Um sie erfolgreich in Betrieb nehmen zu können, benötigt man entweder einen Stromanschluss in der Nähe oder ein Verlängerungskabel. Auch wenn das Gerät bereits mit einem Stromkabel ausgestattet ist; in der Regel ist dieses viel zu kurz, zumal man in seiner Bewegungs-Flexibilität ohnehin eingeschränkt ist.

Gehäuseteil mit Motor:

Der leistungsstarke Motor verfügt über einen Anlaufschutz. Er ermöglicht dauerhaftes Schneiden ohne müde zu werden. Im Vergleich zum Benzin-Modell ist dieses auch noch verhältnismäßig leise.

Schwert für den Schnitt:

Die zwei übereinanderliegenden Schwerter funktionieren nach einem einfachen Prinzip;

der obere Teil gleitet mittels eines Balkens beim Schneiden langsam über den unteren Teil. Diese Unterseite ist mit geschliffenen Messern ausgestattet, was ein punktgenaues Kappen der Äste möglich macht.

Griffstück zum Anfassen für eine stabile Handhabung:

Auch der Griff dieses elektrischen Heckenstutzers ist ergonomisch angeordnet und mit einem rutschfesten Softgrip ausgestattet. Da für das Bedienen im Vergleich zur mechanischen Variante kaum Kraftaufwand erforderlich ist, kann auch entsprechend länger damit gearbeitet werden. Die meisten Geräte verfügen aus Sicherheitsgründen über eine Extrabefestigung für das Kabel beziehungsweise Verlängerungskabel.

Stromkabel

Ohne das läuft nichts. Wie bei einer Vielzahl an Elektrogeräten (Staubsauger, Bohrmaschine) ist das integrierte Kabel viel zu kurz und man muss sich mit einem Verlängerungskabel behelfen. Dadurch herrscht mehr Flexibilität in Bezug auf die Bewegungsabläufe und es läuft niemand Gefahr, das Kabel einer zu starken Spannung zu unterziehen. Dies kann unter Umständen zu einer intervallmäßigen Unterbrechung des Stromkreises führen, was einen Wackelkontakt zur Folge hätte.

3. Heckenschere mit Akku

Bosch Akku-Heckenschere AHS 54-20 LISie ist enorm praktisch, da kein lästiges Kabel vorhanden ist. Funktionieren tut diese Heckenschere mit einem hochwertigen Lithium-Ionen-Akku, welches selbstverständlich nicht annähernd so leistungsstark ist, wie die elektrische Ausführung.

Möglich ist eine Schneiddauer von etwa einer Stunde. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit des gleichzeitigen Ladens. In Sachen Bedienbarkeit ist die Heckenschere mit Akku sehr flexibel.

Sie ist genauso aufgebaut wie schon das elektrische Modell. Statt des Kabels verfügt sie über ein Akku. Sowohl das Modell mit Stromkabel, als auch das Akku-Gerät sind äußerst kompakt, leicht im Gewicht und enorm handlich.

Bosch Akku-Heckenschere AHS 54-20 LI (Akku, Ladegerät, Karton, 36 V, Akkuladezeit 45 Min, Schwertlänge 540 mm, Messerabstand 20 mm)

4. Der „Schwerenöter“ – das Benzin-betriebene Modell

Nemaxx MT52 4in1 Benzin Motorsense Gartenwerkzeug Freischneider Grasschneider Rasentrimmer Dickichtschneider Heckenschere Astsäge Hochentaster Kettensäge TrimmerGroße Parkanlagen und Grundstücke brauchen ein entsprechend effizientes und effektives Gerät, damit das Zurückschneiden keine Monate in Anspruch nimmt.

Selbst besonders Ast-starke Hecken sind für diesen Benziner kein Problem.

Allerdings hat die Größe auch ein gewisses Gewicht zur Folge. Der „Benziner“ mit extrem leistungsstarkem 2-Takt-Motor wiegt rund stolze 5 Kg und macht einen ohrenbetäubenden Lärm.

Aus diesem Grunde – aber auch wegen der extremen Leistungsstärke – ist er eher im professionellen Bereich anzusiedeln. Für die kleinen Gartenbesitzer unter uns ist diese Schere kaum zu handhaben und sicherlich nicht die richtige Option.

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