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Heckenschere gebraucht kaufen – darauf sollten Sie achten!

business-2703167_960_720Der erste Eindruck sagt schon viel aus. Bei einer manuellen Heckenschere ist es relativ einfach; sitzt die Mittelschraube fest, halten die einzelnen Komponenten, ist die Schnittfläche noch scharf und die Oberfläche nicht zu zerkratzt/beschädigt?

Eine kleine Schnittprobe ins Blaue hilft bereits; auch ohne schneiden spürt man, wie sich die Schere führen lässt und wie handlich und schwer sie ist.

Leichtere Modelle lassen sich wesentlich effizienter bedienen und man ermüdet nicht so schnell an Armen und Schultern.

Allerdings sind mechanische Heckenscheren auch im Neuzustand recht erschwinglich, sodass man im Grunde genommen nicht auf gebrauchte Artikel zurückgreifen muss.

Achtung: Auch bei kleinen Rostflecken ist Vorsicht geboten; es zeugt nicht von Hochwertigkeit und guter Pflege. Hier macht eine Neuanschaffung mehr Sinn!

Elektrische Heckenschere gebraucht

Bei Elektrowerkzeugen kann man böse reinfallen. Grundsätzlich sollte immer Zeit sein, das Gerät sorgfältig zu prüfen. Setzt der Verkäufer einen zu sehr unter Druck, liegt meistens etwas im Argen. Folgende Kriterien sollte man überprüfen:

1. Der erste Eindruck

In welchem Zustand ist die Heckenschere? Schmutz, Pflanzenreste, Kratzer oder Dellen sprechen nicht gerade für eine gute Pflege. Hier sollte man eine gewisse Skepsis an den Tag legen; wenn es schon so viele sichtbare Auffälligkeiten gibt, wie sieht es dann mit dem Innenleben (Motor/Antrieb) der Heckenschere aus?

2. Hochwertigkeit

Wie schaut es mit dem Material aus? Wurde hochwertiger Edelstahl verwendet? Gibt es Rostrückstände? Handelt es sich um ein bekanntes Fabrikat oder um ein No-Name-Produkt?

Wie sind die einzelnen Bestandteile angebracht? Ist alles robust oder gibt es Grund zur Sorge? Ist ein bequemer, ergonomischer Griff vorhanden?

3. Das Stromkabel

Daran erkennt man den ambitionierten Heimwerker. Abgeknickte Kabel, womöglich eingerissen und stellenweise nicht isoliert sprechen Bände – Finger weg!

So etwas käme bei Heimwerkern einfach nicht vor.

4. Funktionsfähigkeit

Auf jeden Fall sollte die Heckenschere einmal gestartet werden – und zwar ruhig längerfristig! Genaues Hinhören ist angesagt; gleichmäßige Motorengeräusche sind schon mal ein großer Pluspunkt. Surren und rattern ist beides OK, nur stocken ist ein K.O.-Kriterium. Wenn gleich beim Einschalten die Funken sprühen, sollte man tunlichst davon absehen, der neue Besitzer dieses günstigen Schnäppchens zu werden – da ist geschenkt noch zu teuer! Auch ein Geruch nach verschmortem Kabel oder ein normaler Brandgeruch spricht gegen die Anschaffung dieses Gerätes.

Natürlich darf man nicht erwarten, ein perfektes und absolut neuwertiges Modell zu erhalten – dafür wurde die Heckenschere ja als gebraucht deklariert – in gutem Zustand sollte sie aber dennoch sein.

Das ist gut:

  • gute Optik
  • guter ZustandBosch DIY Heckenschere AHS 50-26
  • sauber
  • hochwertiges Material
  • geringes Gewicht
  • ergonomischer Griff sorgt für bequeme Bedienbarkeit
  • konstante Motorengeräusche
  • Stromkabel optisch absolut intakt
  • Aufbewahrungsscheide vorhanden.

Das ist schlecht:

  • die Optik lässt sehr zu wünschen übrig/ist grenzwertig
  • der Zustand/die Beschaffenheit wirkt abgenutzt und erheblich beschädigt
  • die einzelnen Komponenten sehen nicht aus wie die Originale
  • das Kabel ist defekt/Wackelkontakt
  • die Heckenschere wirkt total ungepflegt
  • die Schneide ist total stumpf
  • bei der Inbetriebnahme sprühen Funken
  • es riecht verbrannt
  • es treten Flüssigkeiten aus dem Gerät aus
  • kein Aufbewahrungsbehältnis mehr vorhanden.
Lässt der Zustand der gebrauchten Heckenschere eindeutig darauf schließen, dass sie bisher weder gepflegt, noch gewartet wurde, kann man dem Verkäufer auch kein Vertrauen entgegen bringen. Auch Modelle, die äußerlich glänzen und top aussehen, beim Starten aber eher müde klingen, sind mit Sicherheit kein großer Gewinn.

Bosch Heckenschere AHS 45-16 (Messerabdeckung, Karton, 450 mm Schnittlänge, 16 mm Messerabstand, 420 Watt)

Rechnung/Quittung/Nachweise vorhanden?

Selbst wenn man nicht mehr auf eine Garantie hoffen darf, sollte nach dem Kaufbeleg gefragt werden. Zum einen weiß man dann, wie alt das Gerät mindestens sein muss

(je älter, desto anfälliger) und das es sich nicht um Hehler-Ware handelt – auch darauf sollte dringend geachtet werden!

Gebrauchsanweisung

Immer erfragen! Gerade bei Heckenscheren, die nicht ganz aktuell sind. Hier bekommt man nicht zwangsläufig eine passende Gebrauchsanweisung aus dem Internet. Wenn doch mal etwas sein sollte, ärgert man sich, wenn man keine hat!

Heckenscheren mit Akku

Hier ist es vergleichsweise wie mit einem E-Bike; das ist immer nur so gut wie sein Akku und der ist auch das teuerste am ganzen Rad. Ist der Akku defekt, wird es eine kostspielige Angelegenheit und der reduzierte Preis bringt gar nichts.

Im Klartext bedeutet das: Funktioniert der Akku nicht mehr und lässt sich auch nicht mehr aufladen, ist man mit einem Neugerät eindeutig besser bedient.

Seriös und offiziell ist immer besser als unbekannt und unter der Hand

Privatkäufe bergen immer ein erhebliches Risiko. Sicherlich gibt es auch ehrliche Verkäufer unter den Privatleuten. Diesbezüglich sollte auf diversen Websites nach Beurteilungen dieser Personen/Firmen geschaut werden – da ist sonst guter Rat teuer!

Auf Nummer sicher gehen kann man jedoch, wenn man einfach die Angebote namhafter Hersteller nutzt, denn auch dort gibt es gebrauchte Heckenscheren in gutem Zustand.

Außerdem hat man so auch direkt einen Ansprechpartner, an den man sich bei Bedarf wenden kann.

Gerade bei elektrischen Heckenscheren sind die günstigeren, gebrauchten zum Einstieg eine gute Sache. Verbessern kann man sich immer noch – ähnlich wie beim Heckenschneiden selbst!

Fazit

Heckenscheren sind eine gute Sache. Bei größeren Grundstücken mit mehreren Heckenbepflanzungen sind elektrische Varianten oder Benziner ein echter Gewinn. Bei Benzinern sollte man allerdings Ohrenschützer anlegen.

Ein echter Gewinn…

Trotz eines Motor-oder Akku-betriebenen Modells ist die einfache, manuelle Heckenschere mittlerweile Kult. Sie arbeitet zuverlässig und präzise und macht etwas, was immer seltener wird; sie richtet sich nach uns und passt sich uns vollkommen an – bei dieser Heckenschere ist man nämlich selbst der Antrieb!

Kein Elektro/Akku/Benzin – Gerät bekommt einen solchen Feinschnitt hin.

Beides im Haus zu haben ist keinesfalls verkehrt!

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