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5 Praxistipps zum Schneiden einer Hecke mit der Heckenschere

TIPP 1

Richtigen Zeitpunkt wählen!

Wird der falsche Zeitpunkt zum Schneiden der Hecke gewählt, kann das teuer werden. Phasenweise dürfen Hecken lediglich in Form gebracht, nicht jedoch bis auf den Grundstock zurückgeschnitten werden.

Auf den ersten Blick mag es zwar den Anschein haben, aber die Hecke gehört einem nicht alleine – sie ist Teil der Natur und in ihr siedeln diverse Tiere (Ameisen, Laufkäfer, Hermelin, Steinmarder, Igel…etc. – je nach Höhe und Art der Hecke).

Beide müssen geschützt werden; Hecke und Tierarten – besonders im Hinblick auf die Artenvielfalt. Eine Hecke dient als Nist-und Brutplatz, Nahrung, Spähplatz zur Gefahrenabwendung (Raubtiere) und eine Art Wetterschutz. Es gibt mittlerweile 900 bis 1500 Tierarten, die sich auf die vielen verschiedenen Hecken weltweit verteilen.

MERKE: Die offizielle Schutz-Zeit vom 1. März bis zum 30. September ist keine Heckenscheren-Nutz-Zeit!

In welchem Zeitraum darf eine Hecke in Form gebracht werden?

Vorsichtiges Beischneiden ist parallel zur Schutzzeit erlaubt. Black+Decker Elektro-HeckenschereEs darf bestenfalls in zwei Jahreszeiten erfolgen:

  • Im Frühjahr

bis Mitte März sollten die Arbeiten erledigt sein

  • Im Sommer

bis Ende Juli ist alles in Ordnung, aber danach ist für die restliche Dauer der Schutzzeit erstmal Schluss.

Guter Rat muss nicht teuer sein: Die Hecke ab Oktober/November radikal zurückschneiden und winterfest machen!

TIPP 2

Arbeits-und Schutzkleidung anlegen!

Forst-Schutzhelm Arbeitshelm mit verstellbarem Gehörschutz und abnehmbarem Gesichtsschutz aus MetallEigenschutz ist wichtig und unsere körperliche Unversehrtheit sollte uns schon etwas wert sein. Ähnlich wie beim Inline-Skaten verdienen bestimmte Körperstellen unseren Schutz.

Bezüglich des Hecken-Schneidens bedeutet das; Handschuhe und Schutzbrille müssen schon sein!

Hierbei ist zu beachten, dass die Handschuhe auch die richtige Konfektionsgröße haben. Es ist kontraproduktiv, sich welche beim Nachbarn zu leihen, der deutlich größere Hände hat. Das schadet mehr, als das es nützt – zu große Handschuhe behindern genauso wie zu kleine.

Ein solches Verhalten hat eine weitere Gefahrenquelle zur Folge. Man käme wohl auch nicht auf die Idee, den Fahrradhelm seines Kindes zu tragen oder zu kleine/große Schuhe.

Die Schutzbrille sollte die Augen schon durchgehend gegen das Schnittgut schützen (auch an den Seiten), darf jedoch nicht zu fest sitzen; das führt unter Umständen zu massiven Kopfschmerzen!

Was die restliche Arbeitskleidung angeht, gilt der Grundsatz; bequem geht vor! Ob Jeans und Hemd oder „Blaumann“ – man muss sich gut bewegen können und darf keine Angst haben, seine Kleidung zu ruinieren; Abendgarderobe gehört nicht dazu!

TIPP 3

Das passende Werkzeug finden

Was dem Harry Potter sein Zauberstab, das ist dem Garten-und-Heimwerker seine Heckenschere.

Daher sollte sich vorab auf entsprechenden Vergleichsportalen über die verschiedenen Modelle informiert werden, um anschließend eine Wahl treffen zu können.

Technikfreaks, die alles gerne rasch erledigt wissen wollen, kommen mit einer elektrischen Heckenschere bestimmt gut zurecht. Mithilfe eines Verlängerungskabels läuft man auch nicht Gefahr, dass die Heckenschere nach der halbfertigen Hecke müde ihren Geist aufgibt.

Wer allerdings auf Nummer sicher gehen möchte, kann zu der Akku-betriebenen Variante greifen. Die notwendigen Ladepausen können zum chillen im Gartenstuhl genutzt werden oder man lädt das Akku während des Schneidevorgangs gleichzeitig auf – stop and go wäre damit vom Tisch!

Perfekt ist eine Kombination aus elektrischer Heckenschere und mechanischer.

Wozu beide nutzen?

  • Grobschnitt; wenn einiges runter muss, erledigt das die elektrische Heckenschere mit Bravour. Die Basis ist damit gegeben.
  • Feinschnitt; den letzten Schliff bekommt man mit einer mechanischen Heckenschere prima hin. Sie übernimmt die präzisen Feinheiten, damit die fertige Hecke am Ende auch filigran aussieht.

TIPP 4

Heckenverlauf beachten!

Eine Hecke gibt uns im Prinzip genau vor, wie sie wachsen möchte. Sie ist unten fülliger und wird nach oben hin schmaler. Die Form erinnert an eine Pyramide. Das Heckeninnere sollte regelmäßig ausgedünnt werden, damit genügend Licht hereinfällt- andernfalls sterben die inneren Triebe schnell ab.

Strahlender Sonnenschein = perfekte Schneidezeit? Eher nicht!

Begründung: Junge Triebe bedürfen einem gewissen Schutz. Wird die Hecke bei vollem Sonnenschein gestutzt, verliert sie diesen Schutz. Sie wären fortan extremer Sonnenbestrahlung ausgesetzt.

Die Folge: Die Triebe verbrennen kläglich und zerstören das Gesamtbild der blühenden Hecke.

Bosch DIY Heckenschere

TIPP 5

Zwischendurch ein prüfender Blick hilft

Jeder Mensch neigt öfter dazu, alles im Schnellverfahren beenden zu wollen. Die Hecke in einem Durchgang zu schneiden ist aber dennoch nicht ratsam.

Schließlich geht es nicht darum, fertig zu werden, ohne die Heckenschere auch nur einmal abzusetzen. Alles was einmal abgeschnitten ist, wächst teilweise nur mühsam wieder nach – besonders wenn’s krumm und schief geworden ist oder Kerben enthält.

Die Hecke muss aus den bereits benannten Gründen prinzipiell geschützt werden. Behutsames Schneiden ist da der bessere Ratgeber!

Zwischendurch einfach mal absetzen, die Heckenschere weglegen und sein Werk begutachten ist viel sinnvoller. So werden Schwachstellen erkannt und können entsprechend nachbearbeitet werden. Diese Maßnahme dient der Verschönerung und es soll kein Raubbau betrieben werden.

„Gut Ding will schließlich Weile haben!“

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